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Meine kleine Wolke auf der Weltgoogle

July 8, 2008 | 4:35 pm

Google Earth Wolke über Najomtien, ThailandDie Google-Earth-Satellitenbild-Redakteure konnten ja bis dato kaum Schritt halten mit der regen Bautätigkeit an Thailand’s “Eastern Seaboard”. Ein grosser Teil der modernen Ansiedlungen, die allesamt fertig begrünt und bewohnt sind, waren bislang bestenfalls als Baugruben in Google Earth zu besichtigen. Unlängst aber wurden die Bilder erneuert. Alle meine Bekannten, die immer schon wissen wollten wo ich wohne, können jetzt also endlich das Dach meines Hauses sehen. Wenn sie gut sehen können! Denn in meinem Quadranten könnte ebensogut 221b, Baker Street “under the thick fog” liegen. Aber mit etwas Abstand betrachtet ist es sehr leicht zu ermitteln, wo ich wohne: im Epizentrum der dicken Wolke, etwas östlich von der grossen Bucht. Gefällt mir sehr, übrigens - macht das ganze etwas mysteriös. Die kleine Bucht nördlich mit den vielen blauen Markierungen ist übrigens Pattaya Beach. Dort, wo man nächtlicherweise sehr leicht in nebelige Zustände gerät, hätte eigentlich die Wolke besser hingepasst.

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Deutsch, Thailand
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Google Earth, Najomtien, Pattaya, Sattahip, Thailand
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Die Russen kommen kaufen.

June 6, 2008 | 4:28 pm

Russian MatrjoschkasOb beim Après-Ski, mit Wodka-Kater unter Palmen oder auf Einkaufstour in der Wüste - die Russen sind schlichtweg überall anzutreffen, seit sie es sich ökonomisch (und politisch) leisten können. Das ist freilich nichts neues, und das ist auch gut so. Weniger gut: Die russische Mittelschicht, die zu einem Grossteil in Moskau konzentriert ist, kann sich dafür Moskau langsam nicht mehr leisten. Moskau - die teuerste Stadt der Welt. Ein Paradoxon der jüngeren Weltgeschichte …

So ist es kein Zufall, dass laut einem Bericht der Bangkok Post russische Immobilien-Käufer dieses Jahr an die 40% des Immobilienangebots in Thailand’s grösstem Beach-, Shopping- und Entertainment-Resort Pattaya aufkaufen werden. Selbstverständlich Schwerpunkt im Top-Segment. Die Rechnung ist einfach - Kleine Matrjoschka für den Moskauer Rubel, grosse Matrjoschka für den Thailändischen Baht: 4000 Dollar pro Quadratmeter für ein Top-of-the-line-Penthouse hier, 20.000 Dollar für einen durchschnittlichen kalten Quadratmeter dort. Ganz zu schweigen von sonstigen Annehmlichkeiten …

Traditionell waren in und um Pattaya und Bangkok die Skandinavier in den letzten Jahren tonangebend - was den Kommentator der Bangkok Post dazu verleitet, die Gemeinsamkeit der Skandinavier mit den Russen zu betonen: ein schrecklicher Winter. Das mag für die Skandinavier sicher der Hauptgrund sein, denn sie lassen sich vorwiegend im Pensionsalter hier nieder, tauschen die Frau nochmal gegen ein 30 Jahre jüngeres Modell aus und pfeifen für ihren Lebensabend auf die Mitternachtssonne. Deutsche detto.

Nicht aber die Russen. Russische Pensionisten spielen ökonomisch freilich in der Sub-Liga - und demensprechend sind die Russen, die nach Pattaya kommen auch im Schnitt vergleichsweise jung - typischerweise zwischen 30 und 40 - und kommen mit ihren gleichaltrigen russischen Frauen. Als Touristen sind sie ob Ihrer Trinkfestigkeit natürlich zuweilen eine Gefahr für den Hotelfrieden, was in Pattaya halb so tragisch ist. Und als Immobilienkäufer, zumindest zum Überwintern, wird ihnen der rote Teppich ausgerollt.

Ich persönlich mag sie. Sie drücken den Altersschnitt der Weisshäutigen etwas in meine Richtung. Denn die Thais hier am heraussen am Land mussten ja schön langsam glauben, wir Farangs kommen mit ungefähr 60 Lenzen auf die Welt. Und irgendwer muss ja auch die Dutzenden Ferraris, Lambos und Aston Martins kaufen, die hier feilgeboten werden.

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Auswandern, Thailand
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Auswandern, Immobilien, Moskau, Pattaya, Russen, Thailand
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